IJsselmeer (Niederlande) 2014

 

 

Man nehme drei Freunde (Peter, Ulli und Achim),

 

 

dazu zwei Plattbodenschiffe,

 

 

dazu 2 erfahrene Crews und eine Schulklasse

 

 

und macht sich auf zum IJsselmeer nach Holland, um auf 1.100 qkm bei "Kaiserwetter" fünf erlebnisreiche Tage zu genießen

 

 

1. Tag

Anreise mit dem Bus über die A2 nach Enkhuizen (NL), Proviant fassen, Kojen beziehen, Leinen los und auf geht es zum ersten Törn nach Den Oever!

Windstärke 2-3, später 4  aus Nord-Nordost vermittelten einen ersten Eindruck dieser erlebnisreichen Tage. Nach einer Schleusung zum Wattenmeer machten wir im Hafen fest. Eine Besonderheit, an die ich mich immer erinnern werde, ist der Abschlussdeich. Er ist 32 km lang und 90 Meter breit, wurde 1932 fertig gestellt und trennt das IJsselmeer vom Wattenmeer. 

 

 

 

 

2. Tag

Unser Ziel ist der Hafen Quedeschild auf der Insel Texel.

Bei Wind aus West-Südwest mit einer Stärke von  2 - 3, in Spitzen 4, erreichten wir durchs Wattenmeer unser Ziel so früh, dass eine Radtour zur körperlichen Fitness eingeplant werden konnte. Texel ist die größte (23,7 km lang und 9,6 km breit) und westlichste Insel der Westfriesischen Inseln. Vorbei an inseltypischen Häusern konnten wir bei strammem Gegenwind die abwechslungsreiche Landschaft "ganz Holland auf einer Insel" genießen.

Auf ein Bad in der Nordsee verzichteten wir aufgrund noch nicht ganz idealer Wassertemperaturen. Ein Espresso rundete die Fahrt zum Strand ab.

 

 

 

 

3. Tag

Heute geht es bei 4 Beaufort und Nord-Westwind   durchs Wattenmeer nach Makkum. Das Kreuzen forderte die Besatzung bei Arbeiten am flexiblem Rick und Klüver ganz ordentlich. Ein wenig Erleichterung brachte da die Selbstwendefock.

Interessant  waren die Festungen "Den Oever" und "Kornwerderzand" an den beiden Enden des Abschlussdeiches, die ich zuerst für Relikte des Atlantikwalles hielt. Weit gefehlt. Der baulich gute Zustand und die gepflegten Außenanlagen um die Festungen veranlassten mich dazu, zu recherchieren. Beim Bau des Abschlussdeiches zur Nordsee erkannte man die Gefahr, die dem Staat mit diesem neu erbauten Zugang aus dem Norden drohte. Die Niederländer bauten daraufhin diese Festungen. Der Erfolg gab der militärischen Führung recht. An dieser Stelle gelang es im Mai 1940 der angreifenden deutschen Wehrmacht nicht, sich Zugang zu verschaffen.


In Makkum, einem überschaubarem, gemütlichen Ferienort mit etwas über 3.000 Einwohnern galt es noch einmal Proviant zu fassen. Nebenbei wurde natürlich auch noch eine geeignete Lokalität für das obligatorische Feierabendgetränk erkundet. Galt es ja, den Unterschied zwischen altem und neuem Genever zu erforschen.

 

 

 

 

4. Tag

Segeln pur! Sonne, gute Laune und Wind aus Süd-Südwest mit bis zu 5 Beaufort machten den vorletzten Törn nach Stavoren für jeden Segler, aber auch für die Nichtsegler, zu einem unvergesslichen Tag auf See. Leider zog am Nachmittag eine starke Regenfront mit Hagel durch, die der Besatzung der Alberdina, die etwas später ankam, ordentlich zusetzte. Da ich den Unterschied zwischen "Neu" und "Alt"  immer noch nicht begriffen hatte, gab Pepijn, der Skipper der "De Verwondering" am Abend für uns noch eine kleine Verkostung seines Genevers. Unser einstimmiges Urteil lautete: "Man kann beide trinken".

 

 

 

 

5. Tag

Bei leichtem Wind aus Süd-Südwest brachen wir zum letzten Törn nach Enkhuizen auf. Die Sonne schien aus dem le. Knopfloch und machte uns den Abschied noch schwerer. Dennoch mussten wir gegen 13.30 Uhr unsere Kojen räumen, aufklaren und  die Plattbodenschiffe schweren Herzens verlassen.

Um 15.00 Uhr ging es dann mit dem Reisebus Richtung Heimat (natürlich nicht ohne den obligatorischen Stau in Hannover).

 

 

Sicherlich werde ich noch lange an den erlebnisreichen Törn und die beiden Schiffe zurückdenken

Bilder: Ulli, Peter und Joachim (Namen sind der Redaktion bekannt)

Text:     Heinz-Joachim Brandt

 

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